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Überschriften für Blogs finden – So klappt’s mit dem guten ersten Eindruck

Posted on 04 Februar 2010 by admin

“Wir sind Papst” tönte nach der Bekanntmachung von Papst Benedikt die Bild-Zeitung. Man kann von den vier rot-weißen Buchstaben halten was man will: Die Überschriften der Tageszeitung sind genial. Kurz, prägnant, provokativ. Ich möchte euch heute eine Methode zeigen wie ihr leichter die richtige Headline für euren Blogeintrag findet und den Leser heiß macht. Als Beispiel verwende ich eine Überschrift die im Spiegel 41/2005 abgedruckt wurde.

1.) Macht eine Liste mit zwei Spalten. Ganz oben zwei Hauptaussagen des Inputs. Links ein Thema das ihr im Text verwendet, rechts ein weiteres oder was euch sonst zu euren Worten einfällt. Schreibt wild drauf los und tragt in die beiden Spalten ein, was euch durch den Kopf schießt. Beispiel: Ihr schreibt über eine Terrorübung in Rom. Wie gesagt, die Methode könnt ihr auch auf das Fußballspiel des FC Bolzplatz gegen den SC Haudaneben verwenden. Nur am Beispiel sieht man die Vorgehensweise und das Resultat wunderbar. Die Beispielstabelle könnte in etwa so aussehen.

Rom - Terror/Übung

Kolosseum - Gewalt
Italien - Feuerwehr
Fußball - Polizei
Cäsar - Al Quaida
Pizza - Bomben
Nero - New York
Papst - Angst
Metropole - Ground Zero
Spaghetti

2.) Verbindet nun kreuz und quer auf dem Blatt eure Stichworte. Bildet Wörter und Sätze aus den verbunden Wörtern.

Beispiel:

Feuerwehrübung im Kolosseum
Metropole in Angst
Gewalt zwischen Spaghettis

3.) Fertig ist die Überschrift.
Im Beispiel Spiegel kam folgendes, wirklich geniales, Ergebnis heraus: Ground Nero

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Dann schreib halt einfach… (M)ein Leitfaden für Hobbyblogger

Posted on 04 Februar 2010 by admin

Twittern, bloggen, kommentieren. Im Web2.0 mutieren User zum Hobbyjournalisten – und merken es oft gar nicht. Genauso wie für “echte” Journalisten gibt es auch für Freizeitschreiberlinge ganz einfache Tricks. Ich habe mal fünf Regeln zusammengestellt, die einem in Redaktionen und an der Akademie der bayerischen Presse eingetrichtert werden.

1.) Schreib einfach

Das heißt: Rede nicht um den heißen Brei herum. Deine Leser schweifen sonst ab, kapieren nichts mehr und hören auf zu lesen. Sag ihnen genau um was es geht und bedenke dabei, dass deine Webseitenbesucher nicht das Wissen haben, das du in den Artikel gesteckt hast. Lies dir einen Satz lieber zweimal durch bevor du ihn veröffentlichst. Oder besser: Lass das Geschriebene einen anderen vorab lesen. Nur weil du kapierst, was du schreibst, müssen das deine Gäste nicht auch tun.

2.) Verwende kurze Sätze

Musst du einen Satz mehr als einmal lesen um am Ende noch zu wissen, um was es geht? Dann schmeiss den Satz weg und setze ihn neu auf. Liegt vor dir ein ellenlanger Satz, dann teile ihn in mehrere kurze Abschnitte auf. Dein Leser wird es dir danken. Übrigens:

5 Wörter pro Satz sind in der BILD-Zeitung nicht die Regel, aber häufig.
9 Wörter pro Satz bedeuten bei dpa die Obergrenze der optimalen Verständlichkeit.
16 Wörter pro Satz sind der Durchschnitt in deutschen Zeitungen.
17 Wörter pro Satz kommen durchschnittlich im Johannes-Evangelium und in Thomas Manns  „Buddenbrooks“ vor.
20 Wörter pro Satz sind die Obergrenze des Erwünschten bei dpa.
25 Wörter pro Satz markieren nach Meinung des Sprach-Papstes Ludwig Reiners den Beginn der Schwerverständlichkeit.
30 Wörter pro Satz sind bei dpa die Obergrenze des Erlaubten.
60 Wörter pro Satz sind in der FAZ keine Seltenheit.

Quelle: http://www.kd-medienverlag.de/sprachsalat/aktuell-details/news/wer-zaehlt-schreibt-besser.html

Was ein “etwas” länger Satz anrichten kann und für was der zuständig ist, zeigt folgendes Beispiel.

Ich willige ein, dass der ADAC (ADAC e.V., seine Tochtergesellschaften sowie die Regional- clubs des ADAC) im erforderlichen Umfang allgemeine Mitgliedschafts- und Leistungsdaten, die sich aus den Antragsunterlagen oder der Vertragsdurchführung (Beiträge, Versicherungs- fälle, Risiko-/Vertragsänderungen) ergeben, in gemeinsamen Datensammlungen führt und diese Daten an Vertragspartner des ADAC übermittelt, soweit dies zur Erbringung von vertrag- lich vereinbarten Leistungen unabdingbar ist (z.B. Straßendienstunternehmen). Gesundheits- daten dürfen ausschließlich an die mit der Hilfeleistung betrauten Stellen (Notrufstationen, Luftrettung, Ambulanzdienst) übermittelt werden. (satte 76 Wörter)

3.) Lerne die deutsche Sprache lieben

Deutsch ist eine tolle Sprache. Warum also immer Denglisch und Fremdwörter benutzen. Klar, ab und an geht es nicht anders. Trotzdem: Das Internet und der Web2.0-Sprachgebrauch sorgen für zusätzliche Wortschöpfungen. Mach dir die Mühe und suche andere Wörter für schwer verständliche Ungetüme.

4.) Aktiv statt passiv

Bei einer passiven Schreibe knicken die Leser weg. Beispiel: Ich werde demnächst dazu noch etwas im Blog schreiben. Besser: Demnächst schreibe ich dazu im Blog. Ich werde.., ich habe…, ich mache… Weg damit. Schreibe aktiver. Das macht deine Texte lebendiger. Male Bilder – mit Worten. Ziehe deinen Leser an der Ort des Geschehens.

5.) Mach den Anfang

Gib am Anfang deines Textes richtig Gas. Sag um was es geht. Hau dem Leser Infos um die Ohren. Mach ihn neugierig auf das was im Text kommt. Ein einfacher Dreiklang zu Beginn reicht oft als Einleitung. Beispiel? Dann schaut mal zum Anfang dieses Textes.

Nur zur Info: Ich will keinen belehren, genauso wenig bin ich ein Klugscheisser. Ich denke einfach, dass ihr euch mit ein paar einfachen Kniffen aus dem Blog-Allerlei abheben könnt.

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Mal wieder einen Artikel hochgeladen.

Posted on 04 Februar 2010 by admin

Zu lesen auf http://tinyurl.com/ylnpw7f.

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Wortverdrängung

Posted on 04 Februar 2010 by admin

Medienkommentar im Stadion-Magazin des EV Regensburg. Und dann das: “Stolz ist das, einer großen Zufriedenheit…” Da fehlt doch was, war mein erster Gedanke. Da fehlt Gefühl. “Stolz ist das Gefühl einer großen Zufriedenheit.” So schrieb ich den Text, so verließ er meinen E-Mail-Ausgang. Nun frag ich mich ob eventuell auf dem Datenhighway da Wort verloren ging. Brauchte es etwa ein romantischer Liebhaber. “Ich habe das Gefühl, als ob 1.000 Schmetterlinge in meinem Bauch flattern.” Oder war es doch der düstere Tyrann: “Mein Gefühl täuscht mich nie, schlagt ihm den Kopf ab.”

Es ist ein seltsames Gefühl. Sonntags, Eishockey-Abend, knapp 2.000 Zuschauer. 800 kaufen vielleicht dieses Magazin. Jeder könnte ein potentieller Bohrer sein, zumal so ein Medienkommentar ja mit Bild veröffentlicht wird. Ein Bohrer der mit einem Satz tief in eine offene Wunde bohrt: “Was ist den da passiert?” Was soll ich da groß drauf sagen. Ach ja: “Ich opferte mein Gefühl für den romantischen Liebhaber.” Ob das ein Sportfan am Sonntagabend versteht? Ich weiß es nicht, will es auch gar nicht wissen und musste es auch nicht herausfinden. Keiner sprach mich an, keiner kratzte an meinem Ego.

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