Twitter ist schon ne seltsame Sache. Zugegeben: Man findet viele interessante Menschen, der Nachrichtenaustausch geht binnen Sekunden über’s Web. Mit manchen Kontakten kommt man besser klar, mit anderen diskutiert man gegensätzlich über mehr oder minder wichtige Themen. Dass Twitter mehr sein kann als Web2.0 zeigen die Twittertreffen in Regensburg, der damit verbundene Erfahrungsaustausch und weiterführende Kontakte.
Die Kehrseite des Vogels: Ummengen an Werbetweets, sinnloses TV-Gezwitscher und die nutzlosesten Infos, an die man ohne Twitter niemals gedacht hätte. Das Seltsamste sind aber die Menschen hinter den 140 Zeichen. Beim Ausmisten meiner Timeline, also beim Löschen einiger Nutzer aus meinem Follow-Verzeichnis, wusste ich ja schon, das einige “Geschäftstwitterer” mich unfollowen werden. Dass mich aber fast alle, die ich entfolgte, ebenfalls entfolgen, war doch etwas überraschend. Funktioniert Twitter nach dem Prinzip “Folgst du mir, folg ich dir”?
Mit meinem Account wackyneighbour folge ich Leuten, die oft mal etwas Interessantes twittern. Ob mir derjenige folgt oder nicht, ist dabei nebensächlich. Ich will lesen was derjenige zu sagen hat oder worauf er verlinkt. Anscheinend bin ich da aber relativ alleine mit meiner Meinung. Twitter-User folgen einem also nicht wegen interessanten Tweets, sondern rein aus Eigennutz. Im Web ist es halt doch nicht wie im richtigen Leben. Nur wer es wirklich wert ist, mit dem will man reden. Papperlapapp. Bei Twitter heißt’s: Ich lese jeden Mist, solange du meinen Mist liest.








April 19th, 2010 at 19:16
Ja, das mit den ganzen Werbetwitterern ist echt brutal geworden. Aber dafür gibts ja die Blockfunktion.
Andererseits hab ich bei Twitter auch schon mit vielen netten und interessanten Menschen reden dürfen, das macht den Spam wieder wett.